Touristische Region Kyritz/Dosseland - Kleeblatt-Region

Dazugehörende Orte:

Bückwitz, Bantikow, Barsikow, Berlitt, Blandikow, Bork, Dessow, Dreetz, Drewen, Gantikow, Ganzer, Holzhausen, Kötzlin, Kampehl, Kyritz, Metzelthin, Netzeband, Neustadt (Dosse), Rehfeld, Schönberg, Schönermark, Segeletz, Teetz, Wusterhausen/Dosse

Als Dosseland wird auch der Teil der Prignitz genannt, welcher vom 96 km langen Nebenfluss der Havel durchflossen wird. Die Dosse entspringt im Grenzgebiet von Mecklenburg-Vorpommern und dem Land Brandenburg auf einer Hochfläche am Nordrand der Prignitz, ungefähr drei Kilometer nordöstlich von Meyenburg. Von dort aus fließt die Dosse in südlicher Richtung über Wittstock/Dosse und Wusterhausen/Dosse nach Neustadt (Dosse) wo sich seit 1788 das Brandenburgische Haupt- und Landesgestüt befindet. Etwa fünf Kilometer nördlich des Gülper Sees mündet die Dosse bei Vehlgast-Kümmernitz in die Havel.

Neben den genannten Orten sind vor allem die Stadt Kyritz und die Kyritzer Seenkette ein beliebtes Urlaubsziel. Die Hansestadt Kyritz trägt im Volksmund den Beinamen „an der Knatter“, namensgebend war das Geräusch der früher zahlreichen knatternden Wassermühlen an einem Nebenarm der Jäglitz.

Das Gebiet bietet mit seinen zahlreichen Wander- und Radwegen aber auch den Seen und Flüssen vielfältige Möglichkeiten sich aktiv zu erholen. Dabei kommen auch kulturelle Aspekte nicht zu kurz: alte Dorfkirchen und Stadtanlagen aus verschiedenen Zeitepochen, Museen (z.B. Gestütz- und Kutschenmuseeum in Neustadt, Ritter von Kalebuz in Kampehl, Museeum des Dreißigjährigen Krieges in Wittstock), Theatersommer Netzeband.

In der angrenzenden Kyritz-Ruppiner Heide befindet sich ein ehemaliger sowjetischer Truppenübungsplatz (über 140 km² groß), den die Bundeswehr für Tiefflug- und Bombenabwurfübungen weiter nutzen wollte (Bombodrom). Einer breit aufgestellten Bürgerinitiative aus Einzelpersonen, Unternehmen und Gemeinden, die zunehmende Unterstützung auch aus der Politik erfuhr, gelang es nach jahrelangen Aktivitäten, dass die Bundeswehr von diesen Plänen Abstand nahm. Die Heide soll jetzt teilweise touristisch entwickelt und genutzt werden, aber auch die Belange des Naturschutzes sollen Berücksichtigung finden. Neben anderen seltenen Tier- und Pflanzenarten, hat sich seit einigen Jahren auch ein Wolf angesiedelt.