Die touristische Region Fürstenberger Seenland

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Forstmuseum in Fürstenberg/Havel
Forstmuseum in Fürstenberg/Havel

Mit dem Bau der Preußischen Nordbahn Ende des 19. Jahrhunderts setzte die Entwicklung des Tourismus in Fürstenberg und seiner seen- und waldreichen Umgebung ein. Innerhalb weniger Jahre wurde der Ort schnell zu einem beliebten Ausflugsziel für viele Berliner Sommerfrischler. Nicht nur Tagesausflügler kamen mit der Bahn, sondern es entstanden auch einige baulich herausragende Ferienheime, Kurheime und private Villen im Röblinseeviertel, die nach dem Zweiten Weltkrieg von den sowjetischen, dann russischen, Truppen, die in und um Fürstenberg besonders zahlreich stationiert waren, genutzt wurden. Nach ihrem Abzug verließen sie die Gebäude in meist jämmerlichem Zustand. In den 90ziger Jahren wurden die ehemaligen militärischen Einrichtungen mit Hilfe von ABM für eine zivile Nutzung im Rahmen eines umfangreichen Konversionsprogramms vorbereitet. Viele alte Villen und Gebäude sind in der Röblinseesiedlung durch neue Besitzer wieder liebevoll hergerichtet worden.

Heute ist Fürstenberg ein beliebter Ausflugs- und Urlaubsort Lande an der Schnittstelle zwischen der Mecklenburgischen Seenplatte, dem Ruppiner Seenland und der Uckermark. Nur ca. 80 km nördlich von Berlin gelegen ist die Region einfach und bequem mit dem RB 5 der Deutschen Bahn oder über die B 96 mit dem Auto erreichbar. Fahrradtouristen gelangen auf dem Radweg Berlin – Kopenhagen nach Fürstenberg, das wegen der zahlreichen Seen und der Havel auch den Beinamen Wasserstadt trägt.

Tausende Besucher besuchen jährlich die Mahn- und Gedenkstätte Ravensbrück. Dieses düstere Kapitel der deutschen und der Stadtgeschichte wird in einer Dauerausstellung dokumentiert. In den während des NS-Regimes von den KZ-Aufseherinnen bewohnten Gebäuden wurden eine Jugendbegegnungsstätte und eine Jugendherberge eingerichtet. Lohnenswert ist auch der Besuch des "Brandenburgischen Forstmuseums". Es bietet neben der Dauerausstellung "Waldwege", laufend wechselnde Ausstellungen zu unterschiedlichen kunst- und kulturgeschichtlichen Themen, Buchlesungen, Waldwanderungen, Filmvorführungen zu unterschiedlichen Fachgebieten sowie heimatkundliche Vorträge an.